DEBORA — Debian meets Oracle (+APEX)

Fun, Oracle

Nachfolgend gibt es eine kleine Anleitung wie man Oracle XE mit APEX in Debian Linux installiert. Das ganze erfolgt innerhalb von VirtualBox, sollte aber natürlich auch auf realer Hardware funktionieren.

Zunächst wird Debian Linux installiert. Genauer gesagt die aktuelle Version 8.2, Codename „Jessie“. Man sollte dafür mindestens 3 GB RAM und 9,25 GB Platz haben bzw. zur Verfügung stellen. Als Installationsmedium hab ich die knapp 250MB große 64-Bit-PC Netinst-ISO Datei geladen und anschließend gebootet bzw. eingebunden. Der Installationsvorgang erfordert keine besonderen Einstellungen. Lediglich bei der Softwareauswahl sollte man aufpassen auch nur den SSH server und die standard system utilities zu installieren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Anschließend muss man noch ein wenig das System modifizieren. Da Debian das einzige Betriebssystem ist kann etwa die Wartezeit im GRUB Bootmanager verkürzt werden. Dazu die Zeile in /etc/default/grub mit GRUB_TIMEOUT=10 abändern in z.B. GRUB_TIMEOUT=1. Damit die Einträge auch wirksam werden muss noch update-grub auf der Konsole eingegeben werden.
Auch müssen noch zwei Pakete nachinstalliert werden bzw. die Skripte des OXAR Projektes welche letztlich die Knochenarbeit der Installation übernehmen werden.

apt-get install curl git-core
cd /opt
git clone https://github.com/OraOpenSource/OXAR.git

Bevor mit dem nächsten Schritt begonnen wird sollte man seine bis hierher getane Arbeit sicherheitshalber mit einem Snapshot sichern.

Nun geht es an die eigentliche Konfiguration. Dazu muss man zunächst die Datei config.properties in /opt/OXAR/ anpassen. Die 3 URLs zum Download der Oracle Software müssen angegeben werden und die Firewall entsprechend konfiguriert werden.

Die relevanten Dateien bekommt man von Oracle nur wenn man zuvor einen account angelegt hat. Die Datenbank (als rpm Paket) gibt es etwa hier, APEX findet man hier und ORDS gibt es hier. Das ganze lädt man dann irgendwo hin wo man per URL rankommt. Erfolgreich getestet habe ich mit:

  • oracle-xe-11.2.0-1.0.x86_64.rpm.zip
  • apex_5.0_en.zip
  • ords.3.0.0.121.10.23.zip
OOS_ORACLE_FILE_URL=http://your_server_address_and_the_oracle-xe_file
OOS_APEX_FILE_URL=http://your_server_address_and_the_apex_file
OOS_ORDS_FILE_URL=http://your_server_address_and_the_ords_file
OOS_FIREWALL_TOMCAT_YN=Y
OOS_FIREWALL_ORACLE_YN=Y

Während nun die Konfiguration via buid.sh in /opt/OXAR/ gestartet wird kann man ruhig Kaffee trinken gehen… Das dauert jetzt ne ganze Weile!

Wenn alles fertig ist ändert man noch in /etc/hosts die Zeile

127.0.0.1 localhost

zu

127.0.0.1 debian  localhost

und fährt das System runter.

Jetzt muss man noch last but not least in der VM die Ports nach draussen freigeben. Bei mir sieht das etwa so aus: portsJetzt kann man sich im Host in APEX anmelden via http://localhost:9980/ords
Die DB erreicht man (z.B. mit SQL Developer) indem man bei Hostname localhost, als Port 9921 und bei SID xe einträgt.
SSH geht von draussen bei DEBIAN nicht als root. Man kann sich aber als oracle user anmelden via ssh -p 9922 oracle@localhost

Ich hoffe das hier hilft den ein oder anderen bei sich lokal ne funktionierende Testumgebung aufzubauen. Feedback jederzeit gern!

P.S. Hier noch die wichtigsten Passwörter als Übersicht:

Funktion User Pass
Systemuser bei Debian root oracle
Systemuser bei Debian oracle oracle
APEXuser bei workspace OOS_USER oos_user oracle
APEXuser bei workspace INTERNAL admin Oracle1!
DBuser oos_user oracle
DBuser sys oracle
DBuser system oracle
DBuser apex_public_user oracle
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